Fakultät für Informatik

TU München - Fakultät für Informatik
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37. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik, 2007, Bremen

2. Workshop: Vorgehensmodelle in der Praxis –
Reife und Qualität

Call for Participation/Programm - (PDF-Version)

Workshopprogramm und Vortragsfolien


27. September 2007, 08:30 – 17:30 Uhr


08:30 - 09:00 Begrüßung und Einführung
Vorgehensmodelle in Deutschland: eine kurze Diskussion über Nutzen, Qualität und Reife,
Patrick Keil
09:00 - 10:00 Einführung agiler Verfahren – ein Erfahrungsbericht aus 10 Jahren Praxis,
Jens Coldewey
10:00 - 10:45 Enactment von Vorgehensmodellen - ein Drahtseilakt zwischen Methoden, Werkzeugen und Handarbeit,
Edward Fischer
11:15 - 12:00 Stufenweise Optimierung von Software-Entwicklungsprozessen auf der Basis des V-Modell XT,
Ove Armbrust, Jan Ebell, Jürgen Münch, Daniela Thoma
12:00 - 12:30 CollabXT – Prozessqualität durch Werkzeugunterstützung etablieren und steigern – Projektbericht,
Marco Kuhrmann, Norbert Diernhofer, Marcus Alt
14:00 - 15:00 Vorgehensmodelle und Reifegradmodelle – Ergänzung oder Konkurrenz?,
Ralf Kneuper
15:00 - 15:30 Kennzahl-getriebenes Controlling zur Optimierung der Softwareentwicklung und -pflege – Ein Praxisbericht,
Patricia Badi Ulmer, Antonella Lorenz, Günter Lorenz
16:00 - 16:30 Kontinuierliche Prozessverbesserung mit Hilfe eines "Living Books": Implementierung eines Systems für die Mitarbeiter-getriebene Prozessverbesserung,
Sven Markus Walter, Maximilian Wahler, Helmut Krcmar
16:30 - 17:30 Abschluss und Diskussion

Zusätzliches:

Von P. Keil zitiertes Paper: Measuring the ROI of Software process Improvement


Beschreibung:

Die Qualität der Projektergebnisse und die Kosten ihrer Umsetzung sind heute maßgebend für den Erfolg eines Produktes am Markt. Qualitätsgesicherte Zwischenergebnisse sind Voraussetzung für hochwertige Ergebnisse, verlangen aber auch nach gesicherter Qualität der Prozesse, die zur Entwicklung verwendet werden. Auf breiter Front hat sich die Beziehung zwischen Reifegradmodellen (z.B, SPICE/ISO 15504, CMMI) und Qualität der Prozesse und somit auch der Produkte gezeigt (Dornhoefer 2006: "the project failure is usually a process failure"). Die Ursache fehlgeschlagener Projekte liegt häufig in einem mangelnden Verständnis des Zusammenhangs zwischen Prozessen und Produkten. Während Reifegradmodelle wie CMMI oder SPICE im Wesentlichen Prozessaspekte berücksichtigen, erfordert das Garantieren von Qualitätseigenschaften darüber hinaus das Verständnis der Wirkkette von Prozessen auf Qualitätseigenschaften resultierender Produkte und Services in unterschiedlichen Entwicklungsumgebungen.

Dieser 2. Workshop diskutiert in Fortsetzung des Workshops "Formalisierung und Anwendung" unterschiedliche und facettenreiche Fragen, die sich hinsichtlich der Qualität und Reife von Vorgehensmodellen ergeben. Insbesondere die Messung und Feststellung von Qualitäts- und Reifestufen von Projekten und Organisationen, sowie die daraus resultierenden Methoden zur Feststellung der Güte von Vorgehensmodellen spielen hier zentrale Rollen. Richtige Zeitpunkte und Ziele für Prozessverbesserungsmaßnahmen und deren Nutzen in Bezug auf Projektergebnisse sind ebenfalls noch weitgehend offene Punkte.

Im Zentrum des Workshops steht der Life Cycle von Vorgehensmodellen mit dem Schwerpunkt der kontinuierlichen, qualitativen Verbesserung in deren Anwendung. Von besonderem Interesse sind Fragen nach der Konzeption und Durchführung von Verbesserungsprojekten sowie der Verbesserung und Anpassung von Standardmodellen, wie dem V-Modell XT, Prince2, RUP oder Agilen Methoden.

Themenüberblick:

Der 1-tägige Workshop zielt im Wesentlichen auf folgende Themen (ist aber nicht ausschließlich darauf beschränkt):

  • Prozessverbesserung: Anreize für Mitarbeiter-getriebene Prozessverbesserung
  • Prozesseinführung: Einführung und Einführbarkeit von Vorgehensmodellen sowie Do's und Don'ts bei Prozessverbesserungsprojekten
  • Kontinuierliche Prozessverbesserung: Evolution der Prozesslandschaft
  • Vergleichbarkeit, Messbarkeit und Bewertbarkeit von Vorgehensmodellen
  • Formalisierung von Prozessen und Prozessschritten
  • Spezifikation von Quality Gates und Produktmetriken
  • Instrumentierung und Werkzeugunterstützung
  • Vorgehensmodelle: V-Modell XT, RUP und Agile Methoden...
  • Reifegradmodelle: CMMI, SPICE...
  • Auswahl, Anpassung und Tailoring von Vorgehensmodellen
  • Kostenschätzung für die Einführung und Verbesserung von Vorgehensmodellen

Keynotes:

Jens Coldewey
Ralf Kneuper

Adressaten:

Der Workshop richtet sich sowohl an (industrielle) Anwender als auch an Forschende im Gebiet des Software Engineering.

Workshop-Organisation (Ansprechpartner):

Programmkomitee:

Dr. Klaus Bergner (4Soft GmbH)
Prof. Dr. Stefan Biffl (TU Wien)
Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy (TU München)
Jens Coldewey (freiberufl. Berater, München)
Thomas Klingenberg (microTOOL, Berlin)
Dr. Ralf Kneuper (freiberufl. Berater, Darmstadt)
Dr. Jürgen Münch (Fraunhofer IESE)
Dr. Markus Pizka (TU München, itestra GmbH)
Prof. Dr. Roland Petrasch (TFH Berlin)
Dr. Bernhard Schätz (TU München)

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Letzte Änderung: 2007-10-15 07:36:14