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Software- and Systems Engineering Research Group

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Modellierung von Vorgehensmodellen - Paradigmen, Sprachen, Tools

Am 27.02.2013, im Rahmen der SE 2013 in Aachen

Beschreibung:

Umfangreiche Vorgehensmodelle, wie sie in großen Organisationen etabliert sind, dienen als Quelle für Strukturen, Informationen und Wissen, welches in Software- und Systementwicklungsprojekten angewendet werden kann. Dazu müssen solche Vorgehensmodelle in der Lage sein, die in ihnen abgelegten Informationen für ihre Konsumenten (Projektmanagern, Teammitgliedern, Auditoren, etc.) einfach zugänglich zu machen. Modellierer (Prozessingenieure) müssen darüber hinaus aber auch in der Lage sein, Informationen in einer strukturierten Weise zu erfassen. Auch müssen die Vorgehensmodelle der Tatsache Rechnung tragen, dass in einer Organisation ggf. viele Projekte durchgeführt werden, die sich in ihren Rahmenbedingungen teils grundlegend unterscheiden können. Ein Mechanismus zur Anpassung und zur projektspezifischen Instanziierung ist dafür essenziell. Darüber hinaus sollten die Vorgehensmodelle in einer Art repräsentiert werden, die es ermöglicht, sie einfach in Werkzeugen zu implementieren.

Vorgehensmodelle müssen somit vielen Anforderungen gerecht werden, die sich durch die "klassische" Repräsentation als "Buch" nicht erfüllen lassen. Etablierte große Vorgehensmodelle wie der Rational Unified Process, Hermes oder das V-Modell XT sind daher als "echtes" Modell konstruiert. Die Erfahrung zeigt, dass die Komplexität solcher Modelle ein Maß annimmt, das nur noch wenige Spezialisten vollumfänglich erfassen und das von Projektteams i.d.R. als Belastung empfunden wird. Das V-Modell XT z.B. besteht in der aktuellen Version 1.4 aus mehreren Tausend Modellelementen, die in einer fast 1.000-seitigen Dokumentation münden. Im Rahmen der Prozessanpassung bzw. der Weiterentwicklung und Pflege entstehen somit immense Aufwände allein in der Sicherstellung der Konsistenz.

Moderne Vorgehensmodelle zeigen, dass die Modellierung ein probates Mittel ist, um die Komplexität besser zu beherrschen. Gleichzeitig stoßen alle Vorgehensmodelle immer wieder an ihre Grenzen, wenn es z.B. um die Ausführung von Vorgehensmodellen (Enactment), die dynamische Anpassung zur Projektlaufzeit (Tailoring) oder die Auditierung von Ist-Prozessen gegenüber einem Referenzmodell geht.

Programm

08:30 - 09:00 Eröffnung und Begrüßung der Teinehmer - Download
M. Kuhrmann, D. Mendez, O. Linssen, A. Knapp
09:00 - 09:45 Modellierung und Enactment mit ESSENCE - Download
M. Striewe, M. Goedicke
09:45 - 10:30 How to Select a Suitable Tool for a Software Development Project: Three Case Studies and the Lessons Learned - Download
M. Kibanov, D. J. Erdmann, M. Atzmueller
10:30 - 11:00 Kaffeepause
11:00 -- 11:45 Ein pragmatischer Ansatz zur Entwicklung situationsgerechter Entwicklungsmethoden - Download
M. Spijkerman
11:45 - 12:30 Assembly-based Method Engineering with Method Patterns - Download
M. Fazal-Baqaie, M. Luckey, G. Engels
12:30 - 14:00 Mittagspause
14:00 - 15:30 Arbeitssitzung
15:30 - 16:00 Kaffeepause
16:00 - 17:00 Zusammenfassung der Arbeitsergebnisse und Abschluss

Adressaten:

Der 1-Tages Workshop richtet sich sowohl an (industrielle) Anwender als auch an Forschende im Gebiet des Software Engineering und bietet ein Forum zum Austausch von Erfahrungen und zur Diskussion neuer Ansätze zu Vorgehensmodellen.


Workshop-Organisation (Ansprechpartner):

Marco Kuhrmann, TU München, Email: kuhrmann@in.tum.de
Daniel Méndez Fernández, TU München
Oliver Linssen, Liantis GmbH & Co. KG
Alexander Knapp, Universität Augsburg

Programmkomitee:

  • Jens Calamé, SQS
  • Masud Fazal-Baqaie, Universität Paderborn
  • Ulrike Hammerschall, FH München
  • Eckhart Hanser, DHBW Lörrach
  • Patrick Keil, TU München
  • Alexander Knapp, Universität Augsburg
  • Ralf Kneuper, Beratung, Darmstadt
  • Marco Kuhrmann, TU München
  • Oliver Linssen, Liantis GmbH & Co. KG
  • Martin Mikusz, Universität Stuttgart
  • Daniel Méndez Fernández, TU München
  • Jürgen Münch, Universität Helsikni
  • Doris Rauh, Siemens
  • Andreas Rausch, TU Clausthal
  • André Schnackeburg, Bundesverwaltungsamt, BVA/BIT
  • Doris Weßels, FH Kiel

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Letzte Änderung: 2013-03-08 14:45:46