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Moderne Wirtschaft und Gesellschaft beruhen
auf Infrastrukturen für Kommunikation,
Finanzdienstleistungen, Energieversorgung und
Transport. Diese Infrastrukturen sind zunehmend
abhängig von vernetzten
Informationssystemen. Angriffe auf diese
Systeme können das ökonomische oder
sogar physikalische Wohlbehalten von Menschen
und Organisationen bedrohen. Wegen der
verbreiteten Vernetzung von
Informationssystemen können Angriffe
anonym und aus sicherer Entfernung geführt
werden.
Die Entwicklung vertrauenswürdiger
sicherheitskritischer Systeme ist schwierig. Es
werden viele Systeme entworfen und realisiert,
in denen im Nachhinein schwere
Sicherheitslücken in Entwurf und
Implementierung gefunden werden, die zum Teil
schlagzeilenträchtiges Fehlverhalten oder
Angriffe ermöglichen.
Zum Beispiel gelang es einem Hacker Team der
U.S.-amerikanischen National Security Agency
(NSA) in einer Uebung 1997 in Computer des U.S.
Department of Defense und des
Stromversorgungssystems der USA einzudringen,
und u.a. die Verursachung einer Serie von
Stromausfällen und Notrufausfällen in
Washington, D.C. zu demonstrieren. Bei
gegebener Terrorismusbedrohung erscheint dies
als eine ernstzunehmende Gefahr.
Ziel des Seminars, das in Zusammenarbeit mit
dem Smartcardhersteller Giesecke & Devrient
durchgeführt wird, ist es, Grundlagen
sicherer Systeme und Methoden des Software
Engineering beim Entwurf sicherheitskritischer
Systeme mit Schwerpunkt auf Smartcards zu
vermitteln.
Ein besonderer Schwerpunkt wird auf
praktische Anwendungen gelegt. Jeder Vortrag
sollte eine praktische Demonstration relevant
zum Vortragsthema enthalten (zum Beispiel die
Demonstration eines Angriffes in realer
Umgebung).
Inhaltlich: Das Seminar empfiehlt
sich besonders auch für Studierende, die
sich für die Anwendung
mathematisch-formaler Verfahren auf reale
Probleme, z.B. bei Systementwurf und
-verifikation, interessieren.
Formal: Abgeschlossenes
Vordiplom
Das Seminar wird mit Beteiligung von Giesecke &
Devrient durchgeführt.
An der Durchführung beteiligt sind:
Ansprechpartner für organisatorische
Fragen (Anmeldung etc.):
- Vorbesprechung:
-
am Montag,
12.07.2004, 16:00 – 17:00 Uhr im
Raum 01.11.018 ("Konrad Zuse").
- Anmeldung und Themenvergabe:
-
Während
der Vorbesprechung!
- Seminartermine:
-
Wichtig: Zum
Scheinerwerb ist eine Teilnahme an allen
Terminen notwendig. Ein Fernbleiben ist nur
in begründeten und vorab gemeldeten
Ausnahmefällen
möglich.
-
-
Erster Termin: Montag, 25.10.2004,
16:00–17:00 Uhr im Raum
01.09.014 (Alonzo Church).
Vortragstechnik – Tipps und
Organisatorisches; Fragen zu den
Vorträgen; etc.
-
Zweiter Termin, Do. 9. Dez. 2004,
9:30–17:30 Uhr im Raum 00.11.038 (John von Neumann)
Blockseminar, Teil 1. (Anwesenheitspflicht!)
-
Dritter Termin, Di. 14. Dez. 2004,
9:30–17:30 Uhr im Raum 00.09.055 (Turing)
Blockseminar, Teil 2. (Anwesenheitspflicht!)
- Scheinerwerb:
-
Von den TeilnehmerInnen wird
erwartet:
- Ein Vortrag von mindestens 45
Minuten. (Richtwert: 60 Min., inklusive
Diskussion)
- Eine schriftliche Ausarbeitung von
ca. 15 Seiten
- Aktive Teilnahme an den
Seminarvorträgen
- Betreuung:
-
Siehe Themen
- Fristen:
-
- Bis spätestens eine Woche
vor dem Vortrag: Die endgültige Fassung
der Folien und schriftl. Ausarbeitung
muss mit dem Betreuer abgesprochen
sein.
- Zum Vortrag
muss die endgültige
Fassung der Ausarbeitung (ausgedruckte
Version) dem Betreuer vorgelegt
werden.
- Die endgültigen Folien und
Ausarbeitungen zum Einhängen ins Netz
bitte als PDF (vgl. unten) an
hwp@in.tum.de und E-Mail des Betreuers schicken.
-
Allgemeine Literatur
-
Ausgefallen!
(Nicht erschienen!)
Zeit 9:30–10:30, Tag 9.12.2004, Raum 00.11.038
(John von Neumann)
Entwicklung sicherer
Zufallszahlengeneratoren (betreut
von Thomas Kuhn, TUM; bearbeitet von Walter Werner;
Abstimmung bis Do. 2.12.2004)
Sicherheitsprotokolle (SSL/TLS, SSH,
Kerberos, ...) benutzen in ihren
Kommunikationsnachrichten sehr oft
Zufallszahlen. Die kryptographische
Sicherheit der Protokolle ist sehr von der
richtigen (sicheren) Generierung dieser
Zahlen abhängig. Der Vortrag soll eine
Einführung in die Erzeugung von
sicheren Zufallszahlen geben und
insbesondere Kriterien erarbeiten, die
dafür notwendig sind. Die
Funktionsweise anhand eines
Beispielgenerators
(Pseudozufallszahlengenerators) soll in
diesem Zusammenhang vorgestellt werden.
Literatur:
-
Zeit 10:40–11:40, Tag 9.12.2004,
Raum 00.11.038 (John von Neumann)
Hash-Funktionen (MD5, SHA,
MAC) (betreut von Johannes
Grünbauer, TUM; bearbeitet von Andreas
Carstens, Abstimmung bis Do. 2.12.2004)
Gewöhnliche Hashfunktionen sind in
der Informatik seit langem bekannt und
verkörpern eine einfache wie geniale
Idee: Lange Zeichenketten werden durch
einen Hashwert "klassifiziert"
(beispielsweise durch das Bilden einer
Quersumme) und helfen z.B. in Datenbanken,
Datensätze schneller zu finden. Das
Prinzip der gewöhnlichen
Hashfunktionen wurde nun auf dem Feld der
Kryptologie erweitert und ist für
verschlüsselte Kommunikation nicht
mehr wegzudenken. Bekannte Hashalgorithmen
sind SHA-1 und MD5. Im Seminarvortrag soll
die Arbeitsweise von Hashalgorithmen
dargestellt und beschrieben werden.
Weiterhin sollen Angriffe auf
Hashfunktionen (Geburtstagsparadoxon)
erläutert werden.
Literatur:
-
Zeit 11:50–12:50, Tag 9.12.2004,
Raum 00.11.038 (John von Neumann)
RSA (betreut von Johannes
Grünbauer, TUM; bearbeitet von Stefan
Schwarzbach, Abstimmung bis Do. 2.12.2004,
Vortrag, Ausarbeitung)
Die Public Key Verschlüsselung ist
eine der wichtigsten Neuerungen auf dem
Gebiet der Kryptographie überhaupt.
Hier wird es erstmals möglich, den
Schlüsselaustausch, der bei der
symmetrischen Verfahren den
größten Unsicherheitsfaktor
darstellt, sicher zu machen. Als Beispiel
soll der RSA-Algorithmus detailliert
beschrieben werden, der auch im
SSL-Protokoll Verwendung findet. Bisher
gibt es keine effizienten mathematischen
Verfahren, um RSA zu brechen. Als Ausblick
soll noch ein Überblick über
andere Public Key Algorithmen gegeben
werden. Weiterhin soll kurz auf die Frage
eingegangen werden, ob die Fortschritte in
der Mathematik und Quantenmechanik bald das
Ende dieser Algorithmen bedeuten
könnten.
Literatur:
-
Zeit 14:00–15:00, Tag 9.12.2004,
Raum 00.11.038 (John von Neumann)
Authentifikationsprotokolle
(betreut von Thomas Kuhn, TUM; bearbeitet von
Peter Cihak, Abstimmung bis Do. 2.12.2004,
Vortrag, Ausarbeitung)
Die Feststellung ob Daten auch wirklich
von der erwarteten Quelle gesendet wurden
oder der Nachweis das Instanzen auch zur
entsprechenden Identität gehören
ist eine wesentliche Aufgabe von
Protokollen zur Authentifikation. Ausgehend
von einfachen Challenge-Response
Protokollen (Needham-Schröder,
Woo-Lam, ...) sollen Grundlagen und
wesentliche Eigenschaften von
Authentifikation in Protokollen erarbeitet
werden. Abschliessend werden die
Authentikationsteile von in der Praxis
eingesetzten Protokollen (z.B. SSH oder
Kerberos) vorgestellt.
Literatur:
-
T. Y. C. Woo, S. S. Lam. "A lesson
on authentication protocol design". ACM
SIGOPS Operating Systems Review,
Volume 28, Issue 3, pp.
24–37, 1994.
-
Handbook of Applied Cryptography,
Kap. 10
(http://www.cacr.math.uwaterloo.ca/hac/about/chap10.pdf)
-
Claudia Eckert: IT Sicherheit,
Oldenbourg Verlag.
-
Zeit 15:10–16:10, Tag 9.12.2004,
Raum 00.11.038 (John von Neumann)
SSL/TLS (betreut von
Johannes Grünbauer, TUM; bearbeitet
von Daniel Mentz, Abstimmung bis Do. 2.12.2004,
Vortrag,
Ausarbeitung)
Das SSL Protokoll, welches von Netscape
entwickelt wurde, ist das wohl wichtigste
Protokoll für die sichere
Datenübertragung im World Wide Web.
Baut z.B. ein Internetbrowser eine sichere
Verbindung zu einem Server auf, ist das SSL
Protokoll in Verwendung. Um zu verstehen,
was hinter den Kulissen einer sicheren
Datenübertragung passiert, soll in
diesem Seminarvortrag detailliert die
Arbeitsweise und die Sicherheit des
Protokolls und die dabei verwendeten
Technologien beleuchtet werden. Weiterhin
sollen weitere Anwendungen des Protokolls
kurz angesprochen werden. Aufbauend darauf
soll ein Blick auf die Erweiterung, das
TSL-Protokoll geworfen werden.
Literatur:
-
Zeit 16:20–17:20, Tag 9.12.2004,
Raum 00.11.038 (John von Neumann)
Sichere Softwareentwicklung
mittels JavaCards (betreut von
Thomas Kuhn, TUM; bearbeitet von Andreas Brandmaier,
Abstimmung bis Do. 2.12.2004, Ausarbeitung)
Java Card Technologien erlauben eine
sichere, herstellerunabhängige und
allgegenwärtige Java Plattform
für Smart Cards und andere
speicherbeschränkte Geräte. Die
Technologie ermöglicht dem Smart Card
Markt die Entwicklung von
anbieterunabhängigen Applikationen und
erlaubt es dem Programmierer Smart Card
Applikationen für eine breite Masse
von Herstellerprodukten zu erstellen. Im
Vortrag soll eine Übersicht über
die Softwareentwicklung mittels Java Card
Technologie gegeben werden wobei Aspekte
der Sicherheit im Vordergrund stehen.
Literatur:
-
Ausgefallen!
Zeit 9:30–10:30, Tag 14.12.2004,
Raum 00.09.055 (Turing)
WLAN Security (betreut
von Jan Jürjens, TUM; bearbeitet von
Mei Ni, Abstimmung bis Di. 7.12.2004)
Literatur:
-
Zeit 09:30–10:30, Tag 14.12.2004,
Raum 00.09.055 (Turing)
Aufstellung der Historie mit kurzer
Beschreibung aller bekannt gewordenen Angriffe
auf Chipkarten seit 1990 (betreut
von Wolfgang Rankl, G&D; bearbeitet von
Florian Forster, Abstimmung bis Di. 7.12.2004, Vortrag, Ausarbeitung)
Literatur:
-
Zeit 10:40–11:40, Tag 14.12.2004,
Raum 00.09.055 (Turing)
Werkzeuge zum
Security-Scanning (betreut von Jan
Jürjens, TUM; bearbeitet von Matthias
Schwegler, Abstimmung bis Di. 7.12.2004,
Vortrag, Ausarbeitung)
Literatur:
-
Zeit 11:50–12:50, Tag 14.12.2004,
Raum 00.09.055 (Turing)
Internetbanking (HBCI, ...)
(betreut von Jan Jürjens, TUM; bearbeitet
von Florian Zierer, Abstimmung bis Di. 7.12.2004,
Vortrag,
Ausarbeitung)
Literatur:
-
Ausgefallen!
Zeit 15:10–16:10, Tag 14.12.2004, Raum 00.09.055
(Turing)
Art und Weise von Angriffen (Attacken)
auf Rechnersysteme (Großrechner)
seit 1980 (betreut von Dieter
Weiß, G&D; bearbeitet von Jun
Cai, Abstimmung bis Di. 7.12.2004)
Literatur:
Hilfreiche Hinweise zum Vortrag sind zu
finden in
Vortragsfolien und schriftliche
Ausarbeitung sollen als PDF-Dokumente vorliegen, die
plattformunabhängig gelesen werden können.
PDF kann aus diversen Microsoft-Produkten exportiert
oder auch direkt aus LaTeX generiert werden, wie im
folgenden beschrieben:
-
Verwendung von LaTeX für die
schriftliche Ausarbeitung:
-
Verwendung von LaTeX für
Vorträge:
- Beispieldateien
zur Erzeugung von Folien mit
latex (Hinweis zur PDF Erzeugung)
oder pdflatex.
- Wer glaubt, auf die (weitgehend
verzichtbaren) Powerpoint-Effekte nicht
verzichten zu können, sollte sich
PPower installieren.
-
Es empfiehlt sich, LaTeX-Dateien mit
Emacs oder XEmacs zu
schreiben (Syntax-Highlighting,
Compilierung direkt aus dem Editor heraus
...). Zur weiteren Unterstützung
bieten sich folgende Plugins an:
-
(Der Vim bzw. der GVim (www.vim.org) ist
ebenfalls in der Lage, zu highlighten und
aus dem Editor heraus zu Compilieren.)
-
Weiteres zu TeX findet sich bei Dante
-
Konvertierung von PowerPoint- in
PDF-Files:
- PPT über HP Color Laser Jet PS
(Treiber bei Windows dabei) in eine *.prn
drucken
- *.prn-Datei mit gsview konvertieren
(pdfwrite)
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