Fakultät für Informatik

TU München - Fakultät für Informatik
Software- and Systems Engineering Research Group

TUM

Hauptseminar | Wintersemester 2006/07
Vorgehensmodelle und Werkzeuge im
Software Engineering

 

Termine und Themen der Vorträge

Achtung: Die Termin- und Raumdaten für die beiden Vortragsblöcke am 29.11. und 06.12.2006 sind in zwei Termindateien enthalten.

Die Termine für die Abgabe der Folien, das Halten des Vortrags und die Abgabe der Ausarbeitung stehen fest. Der Vortrag und die Ausarbeitung sind unbedingt(!) unter Verwendung der bereitsgestellten Vorlagen anzufertigen. Der Termin für die Abgabe der Ausarbeitung ist FIX.

Thema Bearbeiter Termin/Präsentation
Extreme Programming Felix Kelm 29.11.2006
Folien: 22.11.2006,
Paper: 06.12.2006
Scrum Bakr Albatran 06.12.2006
Folien: 29.11.2006,
Paper: 13.12.2006
Rational Unified Process (RUP), bzw. Basic Unified Process im Umfeld Microsoft Zhi Qi 06.12.2006
Folien: 29.11.2006,
Paper: 13.12.2006
V-Modell XT Omar Zaghdoudi 06.12.2006
Folien: 29.11.2006,
Paper: 13.12.2006
Microsoft Solution Framework 4.0 Maximilian Irlbeck 29.11.2006
Folien: 22.11.2006,
Paper: 06.12.2006
Prince 2 Mustapha Maalej 29.11.2006
Folien: 22.11.2006,
Paper: 06.12.2006
Object Enginnering Process (OEP) im Umfeld OSS Xu Amao 06.12.2006
Folien: 29.11.2006,
Paper: 13.12.2006

Termin 2. Zwischenbesprechung:

Die Zwischenbesprechung für das Hauptseminar findet am Montag, 13. November 2006 von 13:00 - 14:00 im Seminarraum Alan Turing (0.9.55) statt. Anwesentheit ist erforderlich.

Termin 1. Zwischenbesprechung:

Die Zwischenbesprechung für das Hauptseminar findet am Mittwoch, 25. Oktober 2006 von 10:00 - 11:00 im Seminarraum Alan Turing (0.9.55) statt. Anwesentheit ist erforderlich.

Dokumentvorlagen online:

Die beiden Dokumentvorlagen sind für die Präsentation und die Ausarbeitung zu verwenden:

Die Vorlagen sind verpflichtend einzuhalten.

Inhalte

Softwareprojekte werden immer umfangreicher und komplexer. Gleichzeitig werden Innovati-ons- und Releasezyklen immer kürzer. Um in diesem dynamischen Umfeld Software sicher und erfolgreich entwickeln zu können, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, fundierte Vorge-hensmodelle bei der Softwareentwicklung einzusetzen. Sie definieren:

  • Was in einem Projekt zu tun ist...
  • Wann etwas in einem Projekt zu tun ist...
  • Wer es zu tun hat und
  • Wie es getan werden muss.

Vorgehensmodelle definieren somit einen Durchführungsrahmen für Projekte und helfen die Qualität der Resultate zu verbessern. Doch nicht nur die Projekte werden immer komplexer, sondern auch die technischen Plattformen, auf denen sie aufbauen. Moderne Entwicklungsframeworks und Technologien wie Java oder .NET stellen hohe Anforderungen an alle Projektbeteiligten. Um die Entwicklung eines Systems einfacher zu gestalten, gibt es verschiede-ne Werkzeuge, die hier eine weit reichende Unterstützung anbieten.

Kleine, mittlere und große Softwareprojekte erfordern ein jeweils fundiertes Vorgehen und eine angemessene Werkzeugunterstützung. Prinzipiell sind zwei Ansätze zu finden:

  1. Vorgehensmodelle werden in einer existierenden Werkzeuglandschaft implementiert
  2. Vorgehensmodelle sind direkt in Werkzeugen integriert.

Ersterer geht davon aus, dass eine Werkzeuglandschaft etabliert ist. Bei der Einführung eines Vorgehensmodells sind hier Besonderheiten der eingesetzten Tools, Eingabe- und Ausgabedaten und Datenformate zu berücksichtigen etc. Ein Vorgehensmodell muss hierbei nicht an ein Werkzeug gekoppelt sein, sondern kann beispielsweise auch nur in Papierform vorliegen. Der zweite Ansatz geht davon aus, dass mit einem Vorgehensmodell gleichzeitig auch ein neues Werkzeug(set) eingeführt werden muss. Auch hier sind bereits existierende Werkzeug-landschaften angemessen zu berücksichtigen. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile, sowie zum Teil weit reichende Konsequenzen für die Projektdurchführung und die Projektteams. In diesem Hauptseminar sollen ausgewählte Vorgehensmodelle vorgestellt und hinsichtlich ihrer Implementierung in Werkzeuglandschaften, bzw. ihrer direkten Integration in Werkzeuge betrachtet werden. Konsequenzen für Projektdurchführung, Teamzusammenstellung, Anforderungen an Werkzeuge etc. sollen herausgearbeitet und im Plenum diskutiert werden.

Folgende Vorgehensmodelle sind in diesem Kontext interessant:

  • Extreme Programming (XP)
  • Scrum
  • Prince 2
  • Rational Unified Process (RUP)
  • Object Enginnering Process (OEP)
  • V-Modell XT (VMXT)
  • Microsoft Solution Framework 4.0 (MSF Agile, CMMI)

Folgende Werkzeuge sind zu betrachten:

  • Visual Studio 2005 (insbesondere Team System), Eclipse
  • Projektmanagementwerkzeuge (Project, in-Step etc.)
  • Requirements Engineering Werkzeuge (Caliber etc.)
  • Test-, Build- und Deploymentwerkzeuge (NUnit, Ant, System Management Server etc.)
  • Changemanagement- und Monitoringwerkzeuge (Systems Operation Manager, Nagios)

Zielsetzung

  • Einarbeitung in ein Vorgehensmodell (hinsichtlich Basiskonzepte und -ideen, Rollen-, Produkt- oder Aktivitätsmodell, Umsetzung des Software Life Cycle etc.)
  • Einarbeitung in ein Werkzeug/eine Werkzeuglandschaft und deren Anwendung im Kontext eines Vorgehensmodells
  • Ermitteln von Anforderungen in beide Richtungen: (Was setzt das Vorgehensmodell voraus? Was benötigen die Werkzeuge? Was ist für eine Kombination beider notwendig? Etc.)
  • Abschätzung der Wirkung der Kombination Vorgehensmodell/Werkzeug und ermitteln der Konsequenzen hinsichtlich Projektplanung, -durchführung, sowie Teamzusammenstellung, -koordination und Kommunikation. Mögliche Fragestellung: Was passiert, wenn ein Vorgehensmodell eingeführt und in einer Werkzeuglandschaft implementiert wurde und nun Wartung und Pflege umzusetzen ist...
  • Abschätzung der Angemessenheit und Zweckmäßigkeit der zur Verfügung stehenden Werkzeuge im Kontext eines Vorgehensmodells (Passt es, oder nicht? Wenn nein, was müsste getan werden? Wer muss es tun? Etc.)

Organisatorisches

Zielgruppe

  • Studenten im Hauptstudium/Masterstudium der Fachrichtung Informatik und Wirtschaftsinformatik

Voraussetzungen

  • Vorlesung: Software Engineering und Softwarearchitektur empfohlen
  • Kenntnisse in der Softwareentwicklung und in der Handhabung von komplexen Entwicklungsumgebungen

Teilnehmerzahl

  • Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 12 begrenzt.

Ablauf

  • Jedes Thema wird von einem Studenten bearbeitet.
  • Die Ergebnisse werden in Vorträgen zu 30-45min. je Student vorgestellt.
  • Die 15-minütige Diskussion dient Einordnung und Positionierung des Beitrags.
  • Die Studenten erstellen eine 25-seitige Ausarbeitung zum Thema.
  • Die Präsentationen werden in 2 Blöcken organisiert.
    • 29. November und 06. Dezember 2006
    • Abgabe der Vortragsfolien: eine Woche vor dem Vortrag
    • Abgabe der Ausarbeitung: eine Woche nach dem Vortrag

Abschluss

Nach abgegebener Ausarbeitung, erfolgreichem Vortrag und regelmäßiger Anwesenheit erhalten die Studenten den Schein "Hauptseminar".

Veranstalter

Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy

Betreuer

  • Marco Kuhrmann, TU München (Email-Kontakt, für Vorgehensmodelle)
  • Norbert Diernhofer, TU München (für IT-Landschaften etc.)
  • Martin Feilkas, TU München (für Entwicklungsumgebungen)

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Letzte Änderung: 2006-11-27 08:31:17