Technische
Universität München, Institut für Informatik
Systementwicklungsprojekt: Ermittlung nicht-funktionaler
Anforderungstypen für Webservice-basierte Anwendungen
Thematische Einordnung:
Im Forschungprojekt KOGITO entsteht in Zusammenarbeit mit den Firmen Softlab,
Fujitsu Enabling Software Technologies (FEST), Frauenhofer FIRST (Berlin), ITSO und einer Reihe weiterer Partner
eine Methodik und eine Toolunterstützung für das Requirements Engineering
Webservice-basierter Anwendungen. Solche Systeme sind zumeinst im
Anwendungsumfeld B2B anzufinden und bedienen sich neuster Technologien wie SOAP,
ebXML, BizTalk etc. Im Rahmen des Projekts werden Anforderungen durch ein
sukzessive aufgebautes Modell der Anwendung und ihrer Umgebung dokumentiert.
Durch das relativ abgegrenzte technologische und fachliche Umfeld lässt sich der
Prozess des Requirements Engineerings gerade für funktionale Anforderungen durch
speziell angepasste Notationen und Formulare gut unterstützten.
Nicht-funktionale Anforderungen sind dagegen in der Regel wesentlich schwieriger
einheitlich zu dokumentieren, oftmals wird hierzu Prosatext verwendet.
Der ISO Standard 9126 definiert eine Reihe von Qualitätsmerkmalen für
Softwareprodukte wie z.B. Benutzbarkeit, Wartbarkeit, etc., die wiederum in
weitere Untermerkmale aufgegliedert werden. Nicht-funktionale Anforderungen
machen in der Regel in irgendeiner Art und Weise Aussagen über die Qualität des
zu entstehenden Softwaresystems. Daher bietet es sich an, typische Ausprägungen
von nicht-funktionale Anforderungen für Webservice-basierte Anwendungen auf Basis dieses
Standards zu erstellen um sie z.B. später einem Benutzer in Form einer "Checkliste"
zur Verfügung stellen zu können. Dieses Vorgehen wurde bereits in anderen Anwendungsdomänen, wie z.B. der der eingebetteten Systeme, erfolgreich
praktiziert, so dass ggf. auf vorhandene Erfahrungen aus vergleichbaren
Projekten zurückgegriffen werden kann.
Konkrete Themenstellung:
Im Rahmen des SEPs sollen ausgehend von dem ISO 9126 Standard für
Qualitätsmerkmale ein Katalog von nicht-funktionalen Anforderungstypen für
Webservice-basierte Anwendungen erstellt werden. Für jede identifizierte
nichtfunktionale Anforderung sind mögliche Ausprägungen und/oder Metriken
festzulegen. Darüber hinaus ist zu spezifizieren für welche Teile des
System(modell)s die jeweilige nichtfunktionale Anforderung auftreten kann (z.B.
Anforderungstyp "Änderbarkeit", Messbar durch Zahl der Abhängigkeiten zwischen
Komponenten, relevant für die Modellelemente ...).
Im einzelnen:
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Einarbeitung in das technologische Umfeld Webservice-basierter Anwendungen
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Einarbeitung in die ISO 9126, Metriken und Requirements Engineering
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Erstellung eines Kataloges mit nichtfunktionalen Anforderungstypen
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Erarbeitung von Metriken für die jeweiligen Anforderungstypen
-
Abbildung der Anforderungstypen auf Elemente des KOGITO-Modells
Voraussetzungen:
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Fähigkeit zur selbstständigen Einarbeitung in die relevanten Themengebiete
Das SEP kann ggf. auch als Bachelorarbeit angeboten werden.
Betreuer:
Frank Marschall, Tel: 089 / 289 17836
Maurice Schoenmakers, Tel: 089 / 289
17080
Aufgabensteller:
Prof. Dr. Manfred
Broy