Diese Seite soll Hilfestellung bei der Betreuung von
Diplomarbeiten geben. Zielgruppe dieser Seite sind wissenschaftliche
Mitarbeiter am Lehrstuhl von Professor Broy, die eine Diplomarbeit betreuen; für
Studierende und Industriepartner gibt
es ergänzende Informationsblätter.
Charakteristika einer Diplomarbeit
Definition: Eine Diplomarbeit ist der
wissenschaftliche Abschluss eines Informatikstudiums und Bestandteil der
Diplomhauptprüfung. Sie soll zeigen, dass der Kandidat in der Lage ist, ein
Problem aus seinem Studiengang selbständig nach wissenschaftlichen Methoden zu
bearbeiten. Studenten erhalten hier die Gelegenheit, über den Zeitraum eines
halben Jahres selbständig eine Aufgabe zu bearbeiten, um damit
Kreativität, aber auch den "Willen und die Befähigung zur Bearbeitung und zum
erfolgreichen Abschluss einer gestellten Aufgabe" zu zeigen. Eine Diplomarbeit
erfordert Können und Wissen auf vier Gebieten:
- Das jeweilige fachliche Wissen, das Thema der
Diplomarbeit ist
- Techniken wissenschaftlichen Arbeitens
- Projektmanagement, insbesondere Zeitplanung
und Controlling
- Präsentationstechniken beim Abschlussvortrag
- Die Fähigkeit, sich sprachlich gut
auszudrücken
Folgende
Rollen sind an einer Diplomarbeit in
erster Linie beteiligt: Aufgabensteller sind immer Professor Broy oder
Professor Nipkow; der Aufgabensteller bestimmt auf Basis
der Gutachten der Betreuer die Endnote der Diplomarbeit. Der Bearbeiter
ist ein Student, der das Vordiplom hat; er arbeitet selbstständig als
Projektleiter und einziger Mitarbeiter des Projekts "Meine Diplomarbeit". Der
Student wird in der Regel begleitet von einem
Betreuer: ein wissenschaftlicher Mitarbeiter, der den Studierenden
unterstützt, berät und dafür sorgt, dass er eine faire Chance hat, seine
beste Leistung einzubringen. Der Zweitgbetreuer ist ein weiterer
wissenschaftlicher Mitarbeiter, der sich an der Begutachtung der Diplomarbeit
(und oft auch an der Betreuung) beteiligt. Am Ende schreiben der Betreuer und
ein Zweitbetreuer gemeinsam ein Gutachten über die Diplomarbeit, das als Basis
für die Notengebung durch den Aufgabensteller dient. Externe Betreuer sind
Mitarbeiter von beteiligten Industriepartnern, die ebenfalls den Studierenden
beraten und unterstützen; sie dürfen dem Erstbetreuer unverbindliche Vorschläge für Noten und
Gutachten machen.
Rechtlicher Rahmen: Die offiziellen Vorschriften
zur Diplomarbeit finden sich in der Allgemeinen Diplom-Prüfungsordnung der
Technischen Universität (Relevanter Auszug, Gesamtes Dokument)
und in der
Ergänzung der Fakultät für Informatik (Relevanter
Auszug, Gesamtes Dokument).
Einen guten Eindruck von Diplomarbeiten (Umfang, Themen,
Schwierigkeitsgrad, Layout
usw.) bekommt man, wenn man sich in der
Liste der abgeschlossenen Arbeiten an unserem Lehrstuhl ein wenig
umschaut.
Anbahnung und Beginn einer Diplomarbeit
Es gibt drei übliche Arten, wie ein Diplomarbeitsthema
zustande kommen kann; in allen drei Fällen muss das Thema von Professor Broy
abgesegnet werden:
- Ein wissenschaftlicher Mitarbeiter schreibt eine Diplomarbeit aus:
Bei der Formulierung der Aufgabenstellung sollte sich der Betreuer zum einen
an seinen eigenen Forschungsinteressen und -zielen orientieren. Zum anderen
gilt es, den Charakter einer Diplomarbeit zu respektieren. Und drittens schließlich lohnt es sich,
bei der Aufgabenstellung auch mögliche Interessen der Studierenden zu
berücksichtigen. Steht der Ausschreibungstext und ist dieser von Prof. Broy
abgesegnet, muss nur noch ein interessierter
Student gefunden werden:
- Ausschreibung über die
Diplomarbeitsverwaltung
- Ausschreibung über die
Drehscheibe
- Aushang im Schaukasten
- Aushang an seiner Bürotüre
- Ansprechen/Anschreiben von bekannten Studierenden
- Ein Industriepartner schlägt ein Diplomarbeitsthema
vor: Immer wieder treten Firmen mit Themenvorschlägen an uns heran,
damit wir für sie eine externe Diplomarbeit ausschreiben. Externe Diplomarbeiten
können für Studierende oft sehr attraktiv sein (Arbeit an einem aktuellen
praxisrelevanten Thema; Kontakt zu einem potentiellen Arbeitgeber; Einblicke
in die Praxis; Bezahlung; Vorteil im Lebenslauf). Es gibt aber auch einige
Risiken (insbesondere eine Kluft zwischen dem wirtschaftlichen und
dem wissenschaftlichen Nutzstreben oder die Gefahr, dass Ergebnisse zu
firmenspezifisch sind, als dass sie wissenschaftlich relevant sein könnten), auf die man die Studierenden
unbedingt hinweisen sollte. Auch sollte der Betreuer sorgfältig prüfen, ob
die Aufgabenstellung machbar und wissenschaftlich ausreichend für eine Diplomarbeit ist, und gegebenenfalls die Aufgabenstellung
anpassen. Können sich Betreuer und der externe Betreuer auf eine gemeinsame
Themenstellung einigen, kann eine Diplomarbeit offiziell ausgeschrieben
werden; für diesen Fall gibt es auch ein
Informationsblatt und
(bald) einen Mustervertrag (mit Informationen zur
Öffentlichkeit der Arbeit und Nutzungsrechten der TUM) für externe
Diplomarbeiten.
- Ein Student hat eine Idee für eine Diplomarbeit:
Wenn das vorgeschlagene Thema
zu den Forschungsinteressen des Betreuers passt, muss der Betreuer in
diesem Fall zusammen mit dem Studierenden die vorgeschlagene
Aufgabenstellung kritisch prüfen, und ggf. anpassen und präzisieren. Wenn
das Thema nicht passt, kann man dem Studierenden verschiedene Alternativen
anbieten oder ihn an Kollegen weiter verweisen.
Bei der Wahl und Formulierung der Aufgabenstellung muss
auf jeden Fall der Charakter einer Diplomarbeit beachtet werden. Die verbindliche Aufgabenstellung für die
Diplomarbeit muss in jedem Fall präzise aufgeschrieben werden! Es gibt
verschiedene Vorlagen, wie die Aufgabenstellung einer Diplomarbeit
aufgeschrieben werden kann, zum Beispiel siehe
Ausführliche Definition oder
Kurzfassung
der Definition.
Hat man das Thema und einen Studierenden, der dieses Thema
bearbeiten möchte, sollte man sich am besten schon mal nach einem geeigneten
Zweitbetreuer umsehen. Ist all dies geschehen, steht als nächstes an:
- Die Vorstellung des Diplomanden bei Professor
Broy: Hier handelt es sich um einen kurzen Termin (etwa 10 Minuten), bei dem
der Diplomand sich und sein Thema bei Herrn Professor Broy kurz vorstellt.
Der Erstbetreuer sollte dabei sein. Zweitbetreuer und externe Betreuer von
Firmen können optional dabei sein.
- Die Anmeldung der Diplomarbeit: Die Anmeldung
ist eine wichtige Entscheidung, da damit die Frist von 6 Monaten
unwiderruflich ausgelöst wird; es empfiehlt sich, eine Arbeit erst dann anzumelden, wenn der Diplomand eine grobe Gliederung und einen ersten
Projektplan mit seinem Betreuer abgestimmt hat (maximal zwei Wochen).
Zur Anmeldung die
Webseite der
Diplomarbeitsverwaltung aufrufen und sich als Betreuer einloggen.
Zunächst (falls noch nicht geschehen) die Diplomarbeit als neue
"ausgeschriebene Arbeit" anlegen. Danach kann diese ausgeschriebene Arbeit
angemeldet werden; bei der Anmeldung werden eine Menge Daten des Diplomanden
benötigt (Name, Geburtsdatum, Matrikel, Studienadresse, Heimatadresse,
Nebenfach, Semester...). Nach der elektronischen Anmeldung kann ein
Anmeldeformular ausgedruckt werden; dies muss von Diplomanden und Prof. Broy
unterschrieben und dann ans Studiensekretariat geschickt werden. Das
Anmeldeformular kann jederzeit abgegeben werden, die Anmeldung tritt aber
immer zum 15. eines Monats in Kraft.
- Bereitstellung von Infrastruktur:
Auf Wunsch des Diplomanden kann bei den MTA ein Account für Rechner
(bevorzugt für die Microsoft Rechner im MCC
Lab, Raum 01.09.040)
beantragt werden. Ebenso sollte den Studierenden ein
Startpunkt für die
Literaturrecherche an die Hand gegeben werden.
Spätestens jetzt sollte der Student auch das
Informationsblatt für Diplomanden bekommen.
Struktur auf Aufbau einer Diplomarbeit
Alle
Angaben in diesem Kapitel sind unverbindliche Richtlinien, die sich aber an den
verbindlichen
offiziellen
Richtlinien des Prüfungsausschusses orientieren. Eine Diplomarbeit ist in der Regel nach folgendem Schema formal aufgebaut:
- Das Deckblatt (Buchdeckel) muss aus Karton
sein und zumindest den Titel der Arbeit, den Namen des Bearbeiters, und eine
Kennzeichnung als Diplomarbeit des Instituts für Informatik der TU München
enthalten (zum Beispiel durch den Namen und das Logo der TU München).
- Die Titelseite (die erste Seite innen) muss
den Titel der
Arbeit, den Bearbeiter, den Aufgabensteller und die Betreuer, den Namen des
Lehrstuhls, das Abgabedatum, sowie eine Kennzeichnung als
Diplomarbeit der TU München enthalten.
- Auf der zweiten Seite muss die Erklärung der
Selbstständigkeit stehen: "Ich versichere, dass ich diese Diplomarbeit
selbstständig verfasst und nur die angegebenen Quellen und Hilfsmittel
verwendet habe." Diese Erklärung muss mit Datum versehen und unterschrieben
sein.
- Wenn der Diplomand Danksagungen machen möchte,
bietet es sich an, diese auf Seite 3, im Anschluss an die Erklärung der
Selbstständigkeit, zu machen.
- Danach kommt eine Zusammenfassung/Abstract, die die
wichtigsten Ergebnisse der Arbeit enthält; eine Zusammenfassung ist zwischen
einer halben und zwei Seiten lang.
- Der Hauptteil der Arbeit wird eingeleitet durch ein
Inhaltsverzeichnis.
- Das erste Kapitel ist in der Regel eine Einleitung,
die eine Einordnung des Themas in einen Gesamtzusammenhang und die
Motivation des Themas vornimmt. Oft endet das erste Kapitel mit einer
Roadmap, die in einem Absatz überblicksartig den Inhalt und den Zusammenhang der folgenden Kapitel
beschreibt.
- Oft kommt nach der Einleitung ein (oder mehrere)
Grundlagenkapitel, in dem der Kontext der Arbeit beschrieben wird,
wichtige Konzepte vorgestellt und die verwendete Terminologie definiert
wird.
- Danach folgenden weitere Inhaltskapitel; es
bietet sich an, in einem der Inhaltskapitel die verwendete wissenschaftliche
Methodik vorzustellen und zu diskutieren.
- Das letzte Kapitel sollte eine eigene, kritische
Bewertung der Arbeit darstellen. Sie bietet unter anderem eine
Zusammenfassung und Bewertung der erreichten Ergebnisse, Ausblicke auf
weitere Arbeitsmöglichkeiten.
- Es folgt das Literaturverzeichnis.
- Der optionale Anhang kann alles das aufnehmen, was
für das primäre Verständnis der Arbeit zwar nicht wichtig ist, aber dem
vertieften Verständnis dient und Hintergründe, Einzelheiten und Details
umfasst (zum Beispiel umfangreiche Tabellen, deren Zusammenfassung im
Hauptteil steht).
Eine Diplomarbeit ist in gebundener Form anzugeben;
der Buchdeckel muss aus Pappe sein; auf dem Buchrücken muss der Name des Bearbeiters und der Kurztitel
stehen (entweder direkt auf den Buchrücken gedruckt, oder ein Papierstreifen,
der mit Selbstklebefolie fixiert ist). Der Umfang einer Diplomarbeit beträgt etwa 80 bis 100 Seiten, wobei der Anhang
nicht mitgezählt wird. Für das Format (Latex, Word) und das eigentliche Layout
der Diplomarbeit (Zeilenabstand, Fonts, Ränder) existieren keine Vorgaben; wir
empfehlen für den Fließtext die Verwendung einer Serifenschrift (z.Bsp. Times
New Roman), eineinhalbfachen Zeilenabstand und als Schriftgröße 12pt.
Betreuung während der Diplomarbeit
Im Idealfall wird der Diplomand seine Betreuung aktiv
einfordern. Allerdings hat es sich in der Praxis
bewährt, wenn auch der Betreuer hin und wieder Zwischenberichte vom Studierenden
einfordert und gegebenenfalls korrigierend eingreift.
- Der Diplomand sollte möglichst früh damit beginnen,
eine Gliederung und einen Abstract für seine Arbeit zu entwerfen (siehe auch Abschnitt
"Struktur und Aufbau") und sich einen groben Zeitplan
(inklusive Aufwandsabschätzung, zum Beispiel für noch anstehende Prüfungen) für die
kommenden sechs Monate zu machen. Gliederung und Zeitplan sollte mit dem
Betreuer abgesprochen werden.
- Der Diplomand sollte den Betreuer regelmäßig
pro-aktiv über den
aktuellen Stand seiner Arbeit informieren und ihm die wichtigsten
inhaltlichen Punkte vorstellen und diskutieren. Der Diplomand sollte vor
einem Treffen mit seinem Betreuer eine kleine Tagesordnung erstellen und
gegebenenfalls Materialien vorher verschicken, so dass beide auf das Treffen
vorbereitet sind.
- Es hat sich bewährt, wenn der Diplomand seinem
Betreuer hin und wieder Leseproben (einzelne Kapitel oder Abschnitte)
schickt, so dass der Betreuer auch ein Bild vom Schreibstil und der
konkreten Arbeit hat.
- Terminologie: Erfahrungsgemäß sind Studierende
oft sehr salopp im Umgang mit verschiedenen Begriffen; der Betreuer sollte
darauf achten, dass Begriffe sauber definiert und konsequent verwendet
werden.
- Struktur: Oft vernachlässigen Studierende den
roten Faden der Arbeit; das heißt, Kapitel, die jedes für sich richtig sind,
werden ohne Bezug nebeneinander gestellt. Der Betreuer sollte darauf achten,
dass Überleitungen existieren, die die einzelnen Kapitel zueinander in
Beziehung setzen.
- Es bietet sich an, den Zweitbetreuer so früh
wie möglich mit einzubeziehen.
- Der Studierende sollte frühzeitig über die
Beurteilungskriterien für eine Diplomarbeit informiert werden.
Abschluss der Diplomarbeit
Neigt sich die Bearbeitungszeit nach spätestens sechs Monaten
dem Ende zu, gibt es wieder einiges formelles zu erledigen:
- Anmeldung zur Studenten-AG:
Jeder Diplomand
muss seine Diplomarbeit in einem Vortrag in der
Studenten-AG vorstellen. In Absprache mit dem Betreuer
meldet
sich der Student für einen Vortragstermin an; der Termin ist im
Idealfall ein paar Wochen vor Abgabe der Arbeit. Vor dem Vortrag muss der
Student einen Abstract seiner Arbeit anfertigen (etwa 150 Worte); es
empfiehlt sich, dass wenn der Betreuer auch über diesen Abstract kritisch
drüberschaut.
Der
Vortrag sollte
20 Minuten
lang sein, in der Regel halten an einem Termin mehrere Diplomanden ihren
Vortrag; der erste der Vortragenden sollte sich um Abholung und Aufbau des
Beamers kümmern, der letzte sollte den Beamer abbauen und zurückbringen.
Der Betreuer sollte und der Diplomand muss während aller Vorträge anwesend sein, und
nicht einfach nur zu seinem Vortrag kommen und danach gleich wieder gehen! Die Qualität des Vortrags geht in die Note der Diplomarbeit mit
ein.
- Abgabe der Diplomarbeit:
Spätestens am
15. des
letzten Monats der Bearbeitungszeit müssen vom Diplomanden mindestens zwei Exemplare abgegeben
werden: Zum einen das offizielle Nachweisexemplar, abzugeben bei
Frau Maschmeyer im
Studiensekretariat (Raum 00.10.041,
Öffnungszeiten); zum anderen ein Exemplar im Sekretariat von Professor
Broy. Darüber hinaus kann der Diplomand freiwillig Exemplare
seiner Diplomarbeit der Fachbereichsbibliothek und seinen Betreuern zur
Verfügung stellen.
- Bewertung und Erstellung der Gutachten:
Der Erstbetreuer schreibt ein Gutachten über die Diplomarbeit (
Vorlage Latex,
Vorlage Word) und bewertet die
Arbeit. Der Zweitbetreuer bewertet die Arbeit ebenfalls. Zur Unterstützung bei der Bewertung
einer Arbeit gibt es Bewertungskriterien mit Gewichtung (
Übersicht,
Vorlage).
Dabei gilt: das ganze
Notenspektrum (1 bis 5) kann ausgeschöpft werden, unter Berücksichtigung der
Schwierigkeit der Aufgabenstellung und der Dauer der Bearbeitungszeit (insb.
bei Verlängerungen); auch der Vortrag fließt in die Bewertung mit ein. Eventuell
im Rahmen der Diplomarbeit angefertigter Programmcode gilt nicht als Teil
der Arbeit und geht nicht in die Bewertung mit ein. Das Gutachten ist in der
Regel nicht für die Studierenden einsehbar (Ausnahme bei Einspruch des
Studierenden). Hat jeder der beiden
Betreuer unabhängig seine Bewertung vorgenommen, setzen sich die beiden
Betreuer zusammen, diskutieren die Benotung und besprechen das Gutachten.
Das Gutachten und ein gemeinsamer Notenvorschlag gehen dann weiter an Silke,
die sich um den Rest kümmert: Vorlage bei Professor Broy, der die endgültige
Note und das endgültige Gutachten verfasst, und Weiterleitung von Note und
Gutachten an den Prüfungsausschuss.
Troubleshooting
Hier sollen Hilfestellungen für verschiedene
Problemsituationen gegeben werden; dabei gilt generell: sollten solche Probleme
auftreten, empfiehlt es sich auf jeden Fall, die Originalpassagen in den
Prüfungsordnungen zu lesen und persönlich mit Frau Maschmeyer vom
Studiensekretariat zu sprechen.
- Titeländerung
Es kommt hin und wieder vor, dass sich der Titel der Diplomarbeit im Laufe
der Bearbeitung ändert. Wenn der Student eine Diplomarbeit bei Frau
Maschmeyer abgibt, deren Titel anders ist als der auf der offiziellen
Diplomarbeitsanmeldung, dann geht das - es muss aber eine formlose, von
Prof. Broy unterschriebene Bescheinigung mit abgegeben werden, dass die
Titeländerung in Ordnung geht.
- Verlängerung:
Eine Diplomarbeit ist innerhalb
von 6 Monaten fertig zu stellen und muss rechtzeitig zum 15. des letzten
Monats im Prüfungsamt abgegeben werden (§
12 (5) der ADPO). Diese Bearbeitungszeit von 6 Monaten kann auf Antrag
des Diplomanden in begründeten Einzelfällen verlängert werden (§ 35 der ADPO-INF).
Ein entsprechender Antrag ist bei Silke im Sekretariat erhältlich. Ist eine
Krankheit der Verlängerungsgrund, so ist ein volles ärztliches Attest nötig;
bei anderen Gründen für den Verlängerungswunsch ist eine formlose
schriftliche Befürwortung durch Professor Broy nötig.
- Studienfrist:
Jeder Studierende muss sein Studium innerhalb der Studienfrist abschließen.
Die Studienfrist beträgt zur Zeit 13 Semester zuzüglich
Wiederholungssemester vom Vordiplom.
- Abbruch:
(1) Wird die Diplomarbeit abgebrochen, wird dies als Fehlversuch
(Nichtbestehen) gewertet; die Diplomarbeit kann nur einmal wiederholt
werden. Es gelten die beiden unten stehenden Ausnahmen:
(2) Es bietet sich an, mit der offiziellen Anmeldung der Arbeit etwa vier Wochen
zu warten ("Probezeit"). Stellt der Studierende fest, dass ihn das Thema
doch nicht so reizt wie angenommen oder gibt es persönliche Probleme
zwischen Betreuer und Studierenden, kann die Arbeit ohne formale
Konsequenzen (siehe (1)) für den Studierenden abgebrochen werden.
(3) Wird die Diplomarbeit innerhalb der ersten zwei
Monate nach Anmeldung offiziell abgebrochen, wird dies nicht als Fehlversuch
gewertet (§
12 (6) der ADPO).
- Nichtbestehen:
(1) Im Falle eines durch Erst- und
Zweitgutachters festgestellten Nichtbestehens des Studierenden, benennt der
Prüfungsausschuss einen dritten, prüfungsberechtigten, Gutachter zur endgültigen Bewertung
(§
36 der ADPO-INF).
(2) Bei nicht bestandener
Diplomarbeit beträgt die Frist für die Anmeldung der zweiten Diplomarbeit
ein halbes Jahr gerechnet ab der Feststellung des Nicht-Bestehens durch
den Prüfungsausschuss oder - bei unterlassener Meldung - gerechnet ab dem
vorgeschriebenen spätesten Abgabetermin für die erste Diplomarbeit. Die
Diplomarbeit kann nur einmal wiederholt werden.
- Einspruch:
Ein Studierender kann Einspruch gegen die Benotung seiner Diplomarbeit
einlegen, wenn er durchgefallen oder mit der Note nicht zufrieden ist. Dazu
ist ein formloser Antrag beim Prüfungsausschuss nötig. In der Regel bekommt
der Studierende dann Einsicht in das Gutachten seiner Arbeit und es werden
vom Prüfungsausschuss ein oder mehrere weitere Gutachter benannt.
- Verwertungsrechte
Urheber einer Diplomarbeit ist grundsätzlich der Diplomand. Als solcher
liegen bei ihm alle Nutzungs- und Verwertungsrechte. Betreuer und
Aufgabensteller sind keine Miturheber, verfügen also über keine Nutzungs-
und Verwertungsrechte. Der Studierende kann diese Rechte an die Hochschule
abtreten. Weitere Informationen dazu bei Andreas Fleischmann, Frau
Maschmeyer oder der Rechtsabteilung (Referat 62).
- Ablehnung einer Diplomarbeit
Der Lehrstuhl ist nicht verpflichtet, einen bestimmten Studenten zu
betreuen (z.Bsp. wenn die Chemie zwischen Studenten und Betreuer nicht
stimmt) oder ein bestimmtes Thema als Diplomarbeit auszuschreiben (z.B.
wenn das Thema nicht ins Profil des Lehrstuhls passt oder nicht unserem
wissenschaftlichen Anspruch genügt). Die einzige Ausnahme dazu (§12 (4) der ADPO)
ist eher theoretischer Natur.
Weiterführende Informationen:
Allgemeine Diplomprüfungsordnung -
Ergänzende
Diplomprüfungsordnung Informatik -
Studienordnung Informatik -
Merkblatt für Diplomanden am Lehrstuhl Schlichter -
Hilfen bei der Literaturrecherche
-
Leitfaden für Diplomarbeiten der Wirtschaftswissenschaftler -
Diplomarbeiten vermarkten -
Für Studenten: Diplomarbeit auswählen, reinkommen, durchhalten
-
Merkblatt für externe Diplomarbeiten
Offene Punkte: Noch zu
erledigen sind das Merkblatt für Industriepartner - Mustervertrag bei
externen Diplomarbeiten - Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens
Version 2.05 vom 28.02.2005
© 12/2004, Fleischmann, Ziegler
Diese Seite ist Teil des
Projektmanagement Handbuches vom
Lehrstuhl von Professor Broy