|
Beschreibung:
Die Qualität der Projektergebnisse und die Kosten ihrer Umsetzung sind heute maßgebend für den Erfolg
eines Produktes am Markt. Qualitätsgesicherte Zwischenergebnisse sind Voraussetzung für hochwertige
Ergebnisse, verlangen aber auch nach gesicherter Qualität der Prozesse, die zur Entwicklung verwendet
werden. Auf breiter Front hat sich die Beziehung zwischen Reifegradmodellen (z.B, SPICE/ISO 15504,
CMMI) und Qualität der Prozesse und somit auch der Produkte gezeigt (Dornhoefer 2006: "the project
failure is usually a process failure"). Die Ursache fehlgeschlagener Projekte liegt häufig in
einem mangelnden Verständnis des Zusammenhangs zwischen Prozessen und Produkten. Während
Reifegradmodelle wie CMMI oder SPICE im Wesentlichen Prozessaspekte berücksichtigen, erfordert das
Garantieren von Qualitätseigenschaften darüber hinaus das Verständnis der Wirkkette von Prozessen
auf Qualitätseigenschaften resultierender Produkte und Services in unterschiedlichen
Entwicklungsumgebungen.
Dieser 2. Workshop diskutiert in Fortsetzung des
Workshops "Formalisierung und Anwendung"
unterschiedliche und facettenreiche Fragen, die sich hinsichtlich der Qualität und Reife von
Vorgehensmodellen ergeben. Insbesondere die Messung und Feststellung von Qualitäts- und Reifestufen
von Projekten und Organisationen, sowie die daraus resultierenden Methoden zur Feststellung der Güte
von Vorgehensmodellen spielen hier zentrale Rollen. Richtige Zeitpunkte und Ziele für
Prozessverbesserungsmaßnahmen und deren Nutzen in Bezug auf Projektergebnisse sind ebenfalls noch
weitgehend offene Punkte.
Im Zentrum des Workshops steht der Life Cycle von Vorgehensmodellen mit dem Schwerpunkt der
kontinuierlichen, qualitativen Verbesserung in deren Anwendung. Von besonderem Interesse sind
Fragen nach der Konzeption und Durchführung von Verbesserungsprojekten sowie der Verbesserung und
Anpassung von Standardmodellen, wie dem V-Modell XT, Prince2, RUP oder Agilen Methoden.
Themenüberblick:
Der 1-tägige Workshop zielt im Wesentlichen auf folgende Themen (ist aber nicht ausschließlich darauf beschränkt):
- Prozessverbesserung: Anreize für Mitarbeiter-getriebene Prozessverbesserung
- Prozesseinführung: Einführung und Einführbarkeit von Vorgehensmodellen sowie Do's und Don'ts bei Prozessverbesserungsprojekten
- Kontinuierliche Prozessverbesserung: Evolution der Prozesslandschaft
- Vergleichbarkeit, Messbarkeit und Bewertbarkeit von Vorgehensmodellen
- Formalisierung von Prozessen und Prozessschritten
- Spezifikation von Quality Gates und Produktmetriken
- Instrumentierung und Werkzeugunterstützung
- Vorgehensmodelle: V-Modell XT, RUP und Agile Methoden...
- Reifegradmodelle: CMMI, SPICE...
- Auswahl, Anpassung und Tailoring von Vorgehensmodellen
- Kostenschätzung für die Einführung und Verbesserung von Vorgehensmodellen
Keynotes:
Jens Coldewey
Ralf Kneuper
Adressaten:
Der Workshop richtet sich sowohl an (industrielle) Anwender als auch an Forschende im Gebiet des
Software Engineering.
|
Termine:
| 21.05.2007 |
Einreichung der Beiträge an die Workshopleitung |
|
04.06.2007 |
Entscheidung über Annahme/Ablehnung |
| 01.07.2007 |
Abgabe der Endversion der Beiträge bei der Workshopleitung |
Beiträge:
Akzeptiert werden Beiträge von maximal 5 Seiten Umfang. Die Beiträge sind bis zum 29.04.2007
in elektronischer Form als PDF-Datei an kuhrmann@in.tum.de zu senden.
Eingereichte Beiträge werden vom Programmkomitee sorgfältig geprüft. Akzeptierte Beiträge werden in der GI-Edition
"Lecture Notes in Informatics" veröffentlicht. Beachten Sie daher bereits bei der Ersteinreichung
unbedingt die Autorenrichtlinien der GI-Edition:
"Lecture Notes in Informatics".
Von mindestens einem Autor eines jeden Beitrages wird die Teilnahme an der Tagung erwartet.
Workshop-Organisation (Ansprechpartner):
Programmkomitee:
Dr. Klaus Bergner (4Soft GmbH)
Prof. Dr. Stefan Biffl (TU Wien)
Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy (TU München)
Jens Coldewey (freiberufl. Berater, München)
Thomas Klingenberg (microTOOL, Berlin)
Dr. Ralf Kneuper (freiberufl. Berater, Darmstadt)
Dr. Jürgen Münch (Fraunhofer IESE)
Dr. Markus Pizka (TU München, itestra GmbH)
Prof. Dr. Roland Petrasch (TFH Berlin)
Dr. Bernhard Schätz (TU München)
|