Fakultät für Informatik

TU München - Fakultät für Informatik
Software- and Systems Engineering Research Group

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39. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik, 2008, Lübeck

4. Workshop: Vorgehensmodelle in der Praxis -
Evolution und Wandlungsfähigkeit

Programm und Aufruf zur Teilnahme

Programm

09:00 - 09:15 Einführung (P. Keil, A. Schnackenburg)
09:15 - 10:00 Keynote (H. Wolf)
10:00 - 10:30 Analytische vs. konstruktive Beschreibung der Variabilität in Vorgehensmodellen
(E. Fischer, Ch. Bartelt, T. Ternité)
10:30 - 11:00 Pause
11:00 - 11:30 Anwendernahe Wissensmodellierung mittels Logikregeln in frühen Phasen des SE-Entwicklungsprozesses
(G. Grieser, S. Spielmann, G. Schuh, B. Kötting, R. Leonhard)
11:30 - 12:00 Sicherstellen der Betrachtung von nicht-funktionalen Anforderungen in SCRUM-Prozessen durch Etablierung von Feedback
(S. Geisen, G. Engels, S. Sauer, O. Port)
12:00 - 12:30 Verfolgbarkeit in grossen Prozessstandards am Beispiel der Raumfahrtindustrie
(O. Armbrust, A. Ocampo, M. Soto, J. Münch, M. Katahira, Y. Koishi, Y. Miyamoto)
12:30 - 13:00 Diskussion und Abschluss

Beschreibung:

Nachdem viele Unternehmen und Behörden verstärkt Vorgehensmodelle einsetzen, um Abläufe in IT-Entwicklungsprojekten zu standardisieren und diese zu optimieren, stellt sich dort die Frage nach der Evolution des eingeführten Vorgehensmodells. Einmal eingeführt unterliegt auch ein Vorgehensmodell einem Alterungs- bzw. (positiver ausgedrückt) Anpassungsprozess aufgrund von Lerneffekten und Wissensaufbau, die aus dem Einsatz resultieren. Dabei wirkt der Aufbau von Know-how innerhalb der Organisation in beide Richtungen: Einerseits inspirieren eingeführte Vorgehensmodelle die Mitarbeiter zu möglicherweise neuen Vorgehensweisen, andererseits fliessen bereits etablierte Randbedingungen und Erfahrungen aus dem Organisationskontext in Anpassungen (standardisierter) Vorgehensmodelle mit ein.

Damit unterliegen auch Vorgehensmodelle einem Lifecycle. Wie bei Software, hat jede Phase dieses Lebenszyklus unterschiedliche Herausforderungen. Fragestellungen, die sich daraus ergeben, sind z.B.: Wie können Änderungen in Vorgehensmodellen generell unterstützt werden? Wie funktioniert Wissensaufbau und Rückkopplung in der Weiterentwicklung eines Standards? Wie können parallele Weiterentwicklungen zwischen Ursprungsmodellen und Organisationsmodellen abgeglichen und harmonisiert werden?

Dieser 4. Workshop Vorgehensmodelle in der Praxis diskutiert unterschiedliche Fragen, die sich hinsichtlich der Unterstützung der kontinuierlichen Pflege und der Weiterentwicklungen von Vorgehensmodellen sowie deren Evolution, der Etablierung von Feedback, der Harmonisierung von Weiterentwicklungen eines Ursprungsmodells zum Organisationsmodell ergeben. Insbesondere die semi- und vollautomatische Unterstützung der Ermittlung, Modellierung, Einarbeitung und Übernahme von Änderungen spielen hier zentrale Rollen. Im Zentrum des Workshops steht der Lifecycle von Vorgehensmodellen mit dem Schwerpunkt der Evolution und der Unterstützung von Wandlungsfähigkeiten im Projektalltag. Von besonderem Interesse sind neben Erfahrungen aus dem agilen Umfeld auch Lösungsansätze aus dem Bereich der Standardvorgehensmodelle wie z.B. RUP, Prince2 und V-Modell XT.

Adressaten:

Der Workshop richtet sich sowohl an (industrielle) Anwender als auch an Forschende im Gebiet des Software Engineering.

Termine:

01.07.2009 Abgabe der Endversion der Beiträge bei der Workshopleitung
29.09.2009 Workshop

Workshop-Organisation (Ansprechpartner):

Programmkomitee:

Jan Friedrich (4Soft GmbH)
Dr. Ralf Kneuper (Darmstadt)
Dr. Oliver Linssen (Liantis)
Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy (TU München)
Jens Coldewey (freiberufl. Berater, München)
Dr. Christof Ebert (Vector, Stuttgart)
Dr. Jürgen Münch (Fraunhofer IESE)
Prof. Dr. Roland Petrasch (TFH Berlin)
Dr. Christian Lange (BVA, BIT)
Prof. Dr. Andreas Rausch (TU Clausthal)
Thomas Ternité (TU Clausthal)

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Letzte Änderung: 2009-11-11 17:36:53